Abfallkreislauf sichtbar machen

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Seit Herbst 2022 setzen unsere 13 Kitastandorte ein besonders Zeichen im Bereich der Nachhaltigkeit in Form eines Wurmkomposts. Dabei handelt es sich um einen grossen Komposter aus einheimischem und unbehandeltem Holz, in dem jeweils etwa 5000 Würmer organische Abfälle, wie z. B. Gemüsereste, Blätter oder Karton, in wertvollen Humus umwandeln. Dieser Humus kann anschliessend direkt in den Fiorino Gärten verwendet werden, wodurch sich der Abfallkreislauf schliesst.

Bewusstsein entwickeln

Mithilfe des Wurmkompost kann den Kindern aufgezeigt werden, was für Lebensmittelabfälle entstehen und in welchem Ausmass. Laut Hochrechnungen von foodwaste.ch landen in der Schweiz 1/3 der Lebensmittel im Müll, einen grossen Anteil daran haben Privathaushalte. Diese Lebensmittelverschwendung entsteht, unter anderem, weil wir mehr kaufen, als wir benötigen, Lebensmittel nicht korrekt gelagert werden oder wir das Mindesthaltbarkeitsdatum falsch interpretieren und Produkte, statt sie mit unseren Sinnen zu bewerten, wegwerfen. «Durch den Wurmkompost können die Kinder aktiv am Abfallkreislauf mitwirken. Sie bekommen ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Konsum, Ernährung und Abfall und entwickeln langfristig ein Bewusstsein über die eigenen Handlungsmöglichkeiten und ihr Konsumverhalten», erklärt Jacques Hefti.

 

Lernort Wurmkompost

Beim Aufbau des Wurmkomposts und bei der Einschulung wurden die Fiorino Teams vom Verein «Worm Up» begleitet, der langfristig Bewusstsein für die Themen Food Waste und Littering schaffen will und dabei verstärkt in Bildungseinrichtungen aktiv ist. Für die Umsetzung haben unsere Standorte eine Schulung besucht, wurden individuell beraten und können in Zukunft noch weitere Austauschtreffen besuchen. Mithilfe dieser Schulungen und der umfangreichen Informationen können unsere Standorte den Wurmkompost nun nicht nur für die Kompostierung, sondern auch als Lernort optimal nutzen. Claudia Bachmann vom Fiorino Waldkirch und Lena Gsell vom Fiorino St.Gallen Ost berichten uns über ihre bisherigen Erfahrungen.

 

Claudia Bachmann, Kitaleiterin Fiorino Waldkirch

«Die Kinder reagieren sehr neugierig auf die Würmer, sind interessiert und fasziniert. Wenn wir im Garten sind, stehen sie lange Zeit vor dem Komposter und schauen nach den Würmern. Mit verschiedenen Aktivitäten vermitteln wir den Kindern Wissenswertes über den Abfallkreislauf. Durch ein einfaches Experiment konnten wir den Kindern zum Beispiel näherbringen, welche Stoffe leicht zersetzt werden können und welche Stoffe unsere Umwelt längerfristig belasten. Dazu haben wir den Wurmkompost in mehrere Sektoren aufgeteilt und darauf verschiedenes Futter verteilt. Das waren Gemüse, Früchte, Karton, Blätter und auch Plastik. Im Laufe der Zeit konnten die Kinder selbst beobachten, was die Würmer gerne essen und welcher Stoff wie schnell zersetzt wird. Besonders spannend war für sie, dass sich das Plastik gar nicht verändert hat, während aus anderem Futter bereits Humus wurde.»

Lena Gsell, Pädagogische Fachperson Fiorino St.Gallen Ost

«Ein Teil unserer Kinder hat bereits beim Einrichten des Komposts mitgeholfen, dabei waren sie neugierig und begeistert bei der Sache. Bei Temperaturen über 5 Grad gehen wir täglich mit den Kindern die Würmer füttern. Bei kalten Temperaturen ist das leider nicht möglich, denn die Tiere verkriechen sich und essen nicht. Im Rahmen der Zvieri-Vorbereitungen zerkleinern wir das Futter für die Tiere und bringen es ihnen anschliessend. Auch wenn wir unterwegs sind, sammeln wir Nahrung für die Würmer. Ab Frühling haben wir wieder ein Hochbeet für das wir den Dünger und den Humus, die im Wurmkompost entstehen, nutzen werden. So schliessen wir den Kreislauf.»

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