Jung und Alt Hand in Hand

von Conny Lang
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Die Kitas in Abtwil und Engelburg beweisen mit ihren Generationenprojekten, wie wertvoll der Austausch zwischen Jung und Alt sein kann. Jeden Monat treffen die Kinder auf Senior*innen in der Seniorenresidenz Senevita, um gemeinsam Zeit zu verbringen, voneinander zu lernen und berührende Momente zu erleben. «Einmal im Monat besuchen wir das nahegelegene Senevita. Gemeinsam gestalten wir ein Programm, das wir an die Jahreszeiten anpassen – vom Basteln über Musizieren bis hin zu Wasserspielen im Sommer. Diese Aktivitäten sollen es den Kindern und Erwachsene erleichtern in Kontakt zu treten. Danach geniessen wir gemeinsam einen kleinen Zvieri», beschreibt Jasmine Stricker, Projektverantwortliche der Kita Abtwil, den Ablauf.

Begegnungen, die Herzen berühren

Die Besuche schaffen nicht nur Abwechslung im Alltag der Kinder und Bewohner*innen, sondern ermöglichen tiefe Verbindungen. Ein besonderer Moment blieb Jasmine in Erinnerung: «Einmal trafen wir bei einem Besuch auf die Grossmutter eines unserer Kinder. Zufällig war auch die Mutter des Jungen da, und wir erlebten zusammen einen musikalischen Nachmittag. Die beiden waren zu Tränen gerührt und so dankbar für dieses Erlebnis.» Auch Patrizia Meyer vom Fiorino Engelburg schätzt die Besuche sehr: «Besonders schön ist es, wenn die ganz jungen Kinder dabei sind. Die Senior*innen strahlen förmlich, wenn sie die Kleinen sehen, und die Kinder spüren die Freude, die sie bringen.»

Leben im Heim

Die Kinder verhalten sich bei den Besuchen sehr unterschiedlich, wie Jasmine berichtet: «Manche Kinder gehen sofort auf die Senior*innen zu, andere brauchen etwas Zeit, um sich zu öffnen. Doch mit der Zeit kennen viele die Bewohner*innen und freuen sich schon auf den nächsten Besuch.» Auch bei den Senior*innen variiert die Reaktion je nach Persönlichkeit und Gesundheitszustand. «Wir hören oft, dass die Besuche ‚Leben ins Heim bringen‘ – das ist für uns das schönste Lob», sagt sie weiter.

Wertvoller Austausch

Die geplanten Aktivitäten fördern nicht nur die Kreativität, sondern auch den gegenseitigen Respekt und die Empathie. «Die Kinder lernen, wie man auf Menschen zugeht, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, und finden oft kreative Lösungen, um alle einzubinden. Diese Momente zeigen, wie viel Empathie Kinder und Senior*innen mitbringen», erklärt Patrizia begeistert. Neben den organisierten Nachmittagen kommt es auch zu spontanen Begegnungen: «Beim Laternenumzug sangen wir spontan Lieder für die Bewohner*innen. Solche Herzensmomente sind unvergesslich», ergänzt Jasmine.

Projekt mit Zukunft

Das Generationenprojekt ist nicht nur für die Kinder und Senior*innen ein Gewinn, sondern stärkt auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. «Der Austausch ist in vielerlei Hinsicht wertvoll. Es ist beeindruckend, wie sich Jung und Alt gegenseitig bereichern», fasst Patrizia zusammen.

Mit grosser Vorfreude blicken die Teams der Kitas Abtwil und Engelburg auf zukünftige Besuche. Denn eins ist sicher: Diese Begegnungen hinterlassen Spuren – in den Herzen von Jung und Alt.

 

 

 

 

 

Conny Lang

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