
Nach einer zweimonatigen Beobachtungsphase unserer Kindergruppe sowie dem Festhalten zahlreicher Spielimpulse und Spielideen konnten wir eine Übersicht über die aktuellen Interessen und Themen der Kinder erstellen. Auf dieser Grundlage haben wir in drei Kindersitzungen gemeinsam mit den Kindern ein übergeordnetes Thema für die Projektwochen gewählt. Die Entscheidung fiel eindeutig auf die Themen Feuerwehr, Polizei und Spital.
Die partizipative Themenwahl ist aus pädagogischer Sicht besonders wertvoll. Die Kinder erleben, dass ihre Ideen ernst genommen werden und sie aktiv mitgestalten dürfen. Das stärkt ihre Selbstwirksamkeit und fördert ihre Motivation, sich im weiteren Verlauf intensiv mit den Themen auseinanderzusetzen. Für uns als Team ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, wie klar und begründet Kinder ihre Interessen äussern.
Für den Projektstart gab es eine strukturierte Projektplanung für das Team. Klare Abläufe und vorbereitete Materialien geben den Kindern Orientierung und Sicherheit. Gleichzeitig haben wir bewusst Raum gelassen für spontane Ideen und individuelle Vertiefungen, die sich im Alltag ergeben.
Ein grober Wochenablauf begleitete uns durch die gesamte Projektzeit. Zusätzlich fanden tägliche Aktivitäten zum jeweiligen Oberthema statt. Ein Highlight waren die Ausflüge zur Feuerwehr oder zur Polizei, um den Kindern authentische Einblicke in die Welt der Helfenden zu ermöglichen.
Für jede Themenwoche – Feuerwehr, Polizei und Spital – haben wir ein eigenes Ritual entwickelt. Diese wiederkehrenden Elemente schaffen Verlässlichkeit, fördern emotionale Sicherheit und unterstützen die Kinder dabei, sich auf neue Lerninhalte einzulassen. Gleichzeitig stärken sie das Gruppengefühl und die soziale Zugehörigkeit, was uns im Alltag besonders wichtig ist.
Die gewählten Themen boten vielfältige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Im Rollenspiel konnten die Kinder Alltagssituationen nachspielen, Erlebnisse verarbeiten und soziale Rollen ausprobieren. Dabei wurden insbesondere die sprachliche Entwicklung, die soziale Kompetenz, die Fantasie sowie das Verständnis für gesellschaftliche Institutionen gefördert.
Die Kinder setzten sich spielerisch mit Fragen auseinander wie: Wie hilft die Polizei? Was macht die Feuerwehr im Notfall? Wie kümmert man sich im Spital um andere? Solche Fragen entstanden ganz natürlich im Spiel und führten zu wertvollen Gesprächen.
Darüber hinaus förderten die Projektwochen zentrale Fähigkeiten wie Problemlösekompetenz, Kooperation und Empathie. Die Kinder lernten, wie man in Notsituationen handelt oder wie man sich um andere kümmert – Inhalte, die auch das Sicherheits- und Gesundheitsbewusstsein stärken. Wir erleben immer wieder, wie stolz die Kinder sind, wenn sie Verantwortung übernehmen oder anderen helfen können.
Die themenspezifisch vorbereiteten Räumlichkeiten boten eine anregende Lernumgebung, die zum Entdecken, Ausprobieren und Vertiefen einlud. Durch passende Spielbereiche konnten die Kinder intensiv in die jeweiligen Rollen eintauchen, was nachhaltiges Lernen unterstützt und den Alltag spürbar bereichert.

Die drei Wochen waren ein voller Erfolg und die Kinder waren total begeistert. Selbst heute noch im Kita-Alltag erinnern wir uns gerne daran.
Bei uns im Fiorino St.Gallen Ost sind ab Sommer 2026 noch freie Kita-Plätze verfügbar. Interessierte Familien können sich gerne melden und einfach eine Besichtigung buchen unter fiorino.ch/anfrage-kita/
Leonie Züst