
Starke Gefühle im Kita-Alltag
«Das Thema starke Gefühle begleitet die Kinder, die Eltern und uns – Tag für Tag. Deshalb finde ich es wichtig, Hintergrundwissen zu diesem Thema zu haben, damit die Gefühle auch wirklich begleitet werden können», erzählt Ana Rankovic, Kitaleiterin in Abtwil. Aus dieser Überzeugung heraus entstand die Idee zur gemeinsamen Veranstaltung «Starke Gefühle im Kita-Alltag» – ein Elternabend, der sich ganz dem Umgang mit intensiven Emotionen bei Kindern widmete. Gemeinsam organisiert von den Standorten Abtwil, Engelburg und St.Gallen Ost, bot der Abend Impulse, Austausch und praktische Tipps.
Was Eltern tun können
Wie können Eltern ihre Kinder im Alltag emotional begleiten? Patrizia Meyer, Kitaleiterin in Engelburg rät: «Ihnen Zeit lassen, geduldig sein – aber vor allem schauen, dass der eigene Speicher voll ist, um Sicherheit zu vermitteln.» Denn: Nur wenn es den Erwachsenen gut geht, können sie ein ruhender Pol für ihr Kind sein.
Zusätzlich gab es beim Anlass einige praktische Tipps:
«Für mich war ein zentrales Fazit des Abends, dass Kinder im Vorschulalter sich aufgrund ihrer Hirnentwicklung noch nicht selbst regulieren können. Sie brauchen Erwachsene als verlässliche Anker», berichtet Ana. Patrizia ergänzt: «Nicht nur die Kinder haben starke Gefühle – auch wir Erwachsene haben die. Die Frage ist: Was kann ich für mich tun, damit ich ruhig in eine herausfordernde Situation gehen kann? Wie reguliere ich mich, damit ich diese Ruhe an das Kind weitergeben kann?»
Denn eines ist sicher: Kinder brauchen keine perfekten, sondern präsente Erwachsene – in der Kita wie zuhause.
Buchtipps:
Gefühle lassen sich nicht immer leicht in Worte fassen – doch Bilderbücher helfen, darüber ins Gespräch zu kommen. Ana und Patrizia empfehlen:
Diese Bücher bieten Kindern einen sanften Einstieg ins Thema – und helfen auch Erwachsenen, Gefühle kindgerecht zu erklären.
Ana Rankovic