24.07.2014

Die Fiorino Kinderkrippen engagieren sich in Mörschwil

Die Fiorino Kinderkrippen engagieren sich bei der neuen Kita im Chärn in Mörschwil mit Know-How und personellen Ressourcen. Die Kita ist als Verein organisiert und wird von der Gemeinde Mörschwil finanziell und ideell unterstützt. 

 

Auch Mörschwil hat jetzt eine Kita.

Der Weg dahin war nicht immer ganz einfach, doch ab August 2014 gibt es jetzt auch in Mörschwil eine Kindertagesstätte. «Kita im Chärn» heisst sie. Der Name passt, denn genau dort – also im Kern des Dorfes – befindet sie sich. Und zwar im Alten Gemeindehaus, gleich gegenüber vom Volg. Überzeugungsarbeit war nötig. Mit der Eröffnung geht ein langjähriger Prozess der Planung und Überzeugungsarbeit zu Ende. 2010 machte man sich erste Gedanken über eine Kindertagesstätte da die Gemeinde viele Anfragen von Eltern erhielt. Erst im Jahr 2013 wurde dann aber definitiv entschieden, dass Mörschwil eine Kita braucht. Am Anfang habe man den Gemeinderat und die Bevölkerung noch vom Projekt überzeugen müssen. «Jetzt steht der Gemeinderat aber voll dahinter», sagt Gemeiderätin und Vizepräsidentin Doris Schultz. Gleiches gilt für die Bevölkerung: Bei der Gemeindeversammlung im März gab es kein einziges Votum gegen das Budget für den Umbau oder den jährlichen Beitrag für den Betrieb der Kita. «Wir spüren die Unterstützung der Bevölkerung», sagt auch Krippenleiterin Gabi Widmer.

 

Die Suche nach einem geeigneten Ort für die Kita gestaltete sich derweil nicht ganz einfach. Zuerst war geplant, sie im geplanten Wohn- und Pflegeheim in der Burgerwiese unterzubringen. Doch dort habe es keinen Platz gehabt, sagt Schultz. Auch der Kindergarten Häftlibach war einmal als möglicher Ort in Betracht gezogen worden. Dann sei klar geworden, dass das Alte Gemeindehaus frei werde. Und damit war eine passende Liegenschaft gefunden. Im Gebäude war lange die Musikschule untergebracht gewesen. In einigen Räumen hängen noch Wandtafeln, die jetzt wieder genutzt werden können. In den vergangenen Monaten wurde das Gebäude umgebaut. Böden wurden ausgewechselt, sanitäre Anpassungen gemacht, sicherheitstechnische Vorkehrungen getroffen und Wände gestrichen. Im Gebäude mit drei Stockwerken  gibt es unter anderem einen Kreativraum, in dem sich die Kinder austoben können. Sie können basteln, malen und musikalisch kreativ sein. Es gibt einen Babyraum für die Säuglinge, einen Schlafraum, eine Küche, ein Esszimmer und einen Raum mit grossem Lavabo, an dem sich die Kinder nach dem Essen die Zähne putzen können. Die Räume werden bis August eingerichtet, diese Einrichtung wird aber noch nicht definitiv sein. Und das mit Absicht, wie Gabi Widmer sagt: «Wir wollen auch auf die Wünsche der Kinder eingehen.»

 

Die Kita ist in zwei Gruppen unterteilt. Einerseits die Krippe mit 13 Plätzen für Kinder im Alter von zwölf Wochen bis Kindergarten. Andererseits der Hort mit 16 Plätzen für Kinder zwischen Kindergarten und sechster Klasse. Es sind insgesamt fünf Personen, die sich um die Kinder kümmern werden, darunter ein Lehrling und eine Praktikantin. Die Kita ist als Verein organisiert und wird gemeinsam betrieben von der Gemeinde Mörschwil und dem Verein Fiorino Kinderkrippen, der schon mehrere Krippen in der Stadt St.Gallen betreibt. „Sie bringen viel Knowhow mit“, sagt Schultz. Finanziert wird die Kita von Betreuungsbeiträgen, Mitgliederbeiträgen des Vereins sowie einem Beitrag der Gemeinde Mörschwil.

 

Ab dem 4. August 2014 haben die Mörschwiler Kinder und Eltern nun ihre eigene Kita mit Hortangebot.